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„Ja,“ antwortete d'Artagnan,„ich wußte, ich würde Porthos und Euch dort finden.“
„Mich!“ rief Aramis.„Mich! Seit einem Jahr, daß ich hier bin, war ich nicht einmal auf der See.“
„Oh!“ verſetzte d'Artagnan,„ich wußte nicht, daß Ihr ein ſolcher Stubenhocker ſeid.“
„Ahl theurer Freund, ich muß Euch ſagen, ich bin nicht mehr der Mann von früher. Das Reiten iſt mir unbequem, das Meer ermüdet mich, ich bin ein armer leidender Prieſter, ſtets klagend, ſtets brummig und ge⸗ neigt zu Auſteritäten, die mir Vergleiche mit dem Alter, Geſpräche mit dem Tod zu ſein ſcheinen. Ich habe meinen feſten Sitz genommen, mein lieber d'Artagnan.“
„Deſto beſſer, theurer Freund, denn wir werden wahrſcheinlich Nachbarn werden.“
„Bah!“ verſetzte Aramis nicht ohne ein gewiſſes Erſtaunen, das er nicht einmal zu verbergen ſuchte; „Ihr, mein Nachbar?“
„Ei! mein Gott, ja.“
„Wie ſo?“
„Ich will die ſehr einträglichen Salzteiche kaufen, welche zwiſchen Pirrac und Croiſic liegen. Stellt Euch vor: eine Ausbeutung von zwölf Procent reine Rente, nie Unwerthe, nie Nebenkoſten; der getreue und regel⸗ mäßige Ocean bringt alle ſechs Stunden ſein Contin⸗ gent in meine Kaſſe. Ich bin der erſte Pariſer, der eine ſolche Speculation ausgedacht hat. Entdeckt Niemand meinen heimlichen Plan, ich bitte Euch, und binnen Kurzem beſprechen wir das Nähere. Ich bekomme drei Meilen Landes für dreißigtauſend Livres.“
Aramis warf Porthos einen Blick zu, als wollte er ihn fragen, ob dies Alles wahr, ob nicht unter dieſem gleichgültigen Aeußern eine Falle verborgen ſei. Bald aber, als ſchämte er ſich, dieſen dürftigen Beiſtand um Rath befragt zu haben, raffte er alle ſeine Kräfte zu einem neuen Sturm oder zu einer neuen Vertheidigung zuſammen, 3


