Teil eines Werkes 
11.-14. Bändchen (1848)
Entstehung
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Ihr geſteht, daß Ihr einer der reichſten Prälaten von Frankreich ſeid!

Mein Lieber, da Ihr meine Rechnungen von mir fordert, ſo ſage ich Euch, daß das Bisthum Vannes zwanzigtauſend Livres einträgt, nicht mehr, nicht we⸗ niger. Es iſt eine Diöces von hundert und ſechzig Kirchſpielen.

Das iſt ſehr hübſch, ſprach d'Artagnan.

Herrlich! rief Porthos.

Aber, entgegnete d'Artagnan, Aramis mit der ganzen Scharfe ſeines Blickes beobachtend,aber Ihr habt Euch nicht für immer hier begraben?

Verzeiht. Ich laſſe nur das Wort begraben nicht zu.

Mir ſcheint, in dieſer Entfernung von Paris iſt man begraven oder beinahe begraben.

WMein Freund, ich mache mich alt, erwiederte Aramis;der Lärmen und die Bewegung der Haupt⸗ ſtadt behagen mir nicht mehr. Mit ſieben und fünfzig Jahren muß man die Ruhe und die Meditation ſuchen. Ich habe Beides hier gefunden. Was kann es Schöneres und Ernſteres geben, als dieſe alte Stadt der Armo⸗ riea? Hier, mein lieber d'Artagnan, finde ich gerade

das Gegentheil von dem, was ich früher liebte, und das

iſt es, was man am Ende des Lebens braucht, welches ſeinem Anfang entgegengeſetzt iſt. Ein wenig von meinem Vergnügen der früheren Tage begrüßt mich von Zeit zu Zeit, ohne mich von der Wohlfahrt meiner Seele abzu⸗ ziehen. Ich bin noch von dieſer Welt, und dennoch nähere ich mich mit jedem Schritt, den ich thue, imm mehr Gott.

Beredt, weiſe, diseret, ſeid Ihr ein vollendeter Prälat, Aramis, und ich wünſche Euch Glück.

Doch, lieber Freund, ſagte Aramis lächelnd,Ihr ſeid nicht allein gekommen, um mir Complimente zu machen. Sprecht, was führt Euch hierher? Sollte ich ſo glücklich ſein, daß Ihr meiner auf irgend eine Weiſe beduͤrftet?

Gott ſei Dank, mein Freund, nein, antwortete