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drang in die Häuſer unter dem Obdach von Tapeten, welche lange ſchwarze Schatten zwiſchen ihren Vorſprün⸗ gen und den Mauern bildeten.
Plötzlich bei der Biegung einer Straße trafen Ge⸗ ſänge an die Ohren der Ankömmlinge. Eine ſonntäg⸗ lich gekleidete Menge erſchien durch die Dämpfe des Weihrauchs, der in bläulichen Flocken zum Himmel emporſtieg, und Wolken von Roſenblättern flatterten bis zu den erſten Stockwerken hinauf.
Ueber allen Köpfen erblickte man das Kreuz und die Paniere, die geheiligten Zeichen der Religion.
Unter den Kreuzen und den Panieren und wie von dieſen beſchützt ſah man eine ganze Welt von weiß gekleideten, mit Kornblumen bekränzten Mädchen.
Auf den beiden Seiten der Straße und den Zug einſchließend gingen die Soldaten der Garniſon, Sträuße in ihren Flintenläufen und auf der Spitze ihrer Lanzen.
Das war eine Prozeſſion.
Während d'Artagnan und Porthos mit einer äußerſt anſtändigen Inbrunſt, welche eine große Ungeduld, weiter zu kommen, verbarg, zuſchauten, näherte ſich ein pracht⸗ voller Traghimmel, hundert Jeſuiten und hundert Do⸗ minicaner voran und geleitet von zwei Archidiakonen, einem Säckelmeiſter, einem Pönitentiarius und zwölf Stiftsherren.
Ein Cantor mit donnernder Stimme, ein Cantor, ſicherlich aus allen Stimmen Frankreichs ausgeleſen, wie man den Tambourmajor der kaiſerlichen Garde aus allen Rieſen des Reiches auslas, ein Cantor und vier andere Cantoren, die nur da zu ſein ſchienen, um ihm als Accompagnement zu dienen, ließen Melodien erſchallen und machten die Scheiben aller Häuſer vibriren.
Unter dem Traghimmel erſchien ein bleiches, edles Geſicht mit ſchwarzen Augen, ſchwarzen Haaxen, von ſilbernen Fäden durchmiſcht, mit feinem, bedachtſamem Mund und vorſtehendem, eckigem Kinn. Dieſer Kopf
Die drei Musket ere. Bragelonne, IV. 2


