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und von einem ſchoͤnen gothiſchen Styl, wie der alberne Herr Gétard ſagt?“
„Ja, ich ſehe es. Nun?
„Dort wohnt Aramis.“
„Wie! er wohnt nicht im biſchöflichen Palaſt?“
„Nein, der biſchöfliche Palaſt iſt völlig unbewohn⸗ bar. Er liegt überdies in der Stadt und Aramis zieht die Vorſtadt vor. Deshalb iſt er auch, wie ich Euch ſagte, Saint⸗Paterne ſo ſehr zugethan, weil es in der Vorſtadt liegt. Sodann finden ſich in derſelben Vorſtadt ein Mail, ein Ballſpiel und ein Dominicanerhaus... ſeht dort, ſein Glockenthurm erhebt ſich bis zum Himmel.“
„Sehr gut.“
„Dann müßt Ihr wiſſen, die Vorſtadt iſt wie eine abgeſonderte Stadt. Sie hat ihre Mauern, ihre Thürme, ihre Gräben. Das Quai mündet dahin aus, und die Schiffe legen am Quai an. Wenn unſer Corſar nicht zehn Fuß Tiefgang hätte, ſo wären wir mit vollen Segeln bis unter die Fenſter von Aramis gekommen.“
„Porthos, Porthos, mein Freund,“ rief d'Artagnan, „Ihr ſeid ein Brunnen des Wiſſens, eine Quelle tiefer, geiſtreicher Betrachtungen. Porthos, Ihr ſetzt mich in Er⸗ ſtaunen, Ihr bringt mich in Verwirrung.“
„Wir ſind an Ort und Stelle,“ ſagte Porthos, das Geſpräch mit ſeiner gewöhnlichen Beſcheidenheit ablen⸗ kend.
„Und es war Zeit,“ dachte d'Artagnan,„denn das Pferd von Porthos zerſchmilzt wie ein Pferd von Eis.“
Sie ritten beinahe in demſelben Augenblick in die Vorſtadt ein; doch kaum hatten ſie hundert Schritte gemacht, als ſie die Straßen zu ihrem Erſtaunen mit Blumen und Zlätterwerk beſtreut ſahen. Von den
Balcons fielen lange weiße, mit Sträußen geſchmückte
Tücher herab. 3 Die Straßen waren verlaſſen, man fühlte, daß ſich die Bevölkerung auf einem Punkt verſammelt hatte.
Die Jalouſien waren geſchloſſen und die Kühle
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