262
„Ich konnte aber keine Spur hinterlaſſen, da ich verkleidet gekommen bin,“ ſagte Porthos.
„Ahl Ihr ſeid verkleidet gekommen?“ verſetzte d'Ar⸗ tagnan.
„Ja.“
„Und wie?“
„Als Müller.“
„Kann ein vornehmer Herr, wie Ihr, Porthos, gemeine Manieren in einem Grade annehmen, daß er die Leute damit täuſcht?“
„Ei! mein Freund, ich ſchwöre Euch, daß Jeder⸗ mann getäuſcht worden iſt, ſo gut habe ich meine Rolle geſpielt.“
„Nicht ſo gut, daß ich Euch nicht nachfolgen konnte und entdeckt habe.“
„Richtig. Wie ſeid Ihr mir nachgefolgt, und wie habt Ihr mich entdeckt?“
„Wartet doch... ich wollte Euch die Sache ge⸗ rade erzählen. Denkt Euch, daß Mouſton..“
„Ah! dieſen Schlingel von einem Mouſton,“ ſagte Porthos, indem er die Triumphbogen zuſammenzog, die ihm als Augenbraunen dienten.
„Aber wartet doch, wartet doch... Monſton hat keine Schuld, da er nicht wußte, wo Ihr waret.“
„Allerdings. Deshalb drängt es mich ſo ſehr, zu erfahren und zu begreifen...“
„Oh! wie ungeduldig ſeid Ihr, Porthos!“
„Wenn ich nicht begreife, bin ich furchtbar.“
„Ihr werdet begreifen. Nicht wahr, Aramis hat
Euch nach Pierrefonds geſchrieben?“ a 7
„Ja. „Er hat Euch geſchrieben, Ihr ſollet vor der Nacht⸗ gleiche kommen?“ 4 „Das iſt wahr.“ „Nun wohl! alſo...“ ſagte d'Artagnan, in der Hoffnung, dieſer Grund würde Porthos genügen.


