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Muskeln an und hob, ohne eine Erſchütterung, ohne einen Stoß, nur mit einer Bewegung, langſam wie die einer Maſchine, den Stein einen Fuß vom Boden auf.
Der Arbeiter, der die Walze hielt, benützte dieſes Spiel und ſchob das Holz unter den Stein.
„So!“ ſagte der Rieſe, nicht indem er den Stein fallen ließ, ſondern indem er ihn langſam auf ſeine Stütze niederlegte.
„Mordioux!“ rief d'Artagnan,„ich kenne nur einen Menſchen, der eines ſolchen Kraftſtücks fähig iſt.“
„Wie?“ machte der Koloß, ſich umwendend.
„Porthos!“ murmelte d'Artagnan, von Staunen ergriffen,„Porthos auf Belle⸗Isle!“
Der Mann mit dem Federbuſch heftete ſeinerſeits ſeine Blicke auf den falſchen Verwalter und erkannte ihn trotz ſeiner Verkleidung.
„D'Artagnan!“ rief er.
Und die Röthe ſtieg ihm ins Geſicht.
„St!“ machte er gegen d'Artagnan.
„St!“ erwiederte der Musketier.
War Porthos einerſeits von d'Artagnan entdeckt worden, ſo war andererſeits d'Artagnan von Porthos entdeckt worden. Das Intereſſe ihres Privatgeheimniſſes
hatte bei jedem von ihnen Anfangs die Oberhand.
Nichtsdeſtoweniger war die erſte Bewegung dieſer
zwei Männer, ſich einander in die Arme zu werfen.
Was ſie vor den Anweſenden verbergen wollten, war nicht ihre Freundſchaft, ſondern ihre Namen. Doch nach der Umarmung kam die Ueberlegung. „Warum des Teufels iſt Porthos in Belle⸗Isle und hebt Steine auf?“ ſagte d'Artagnan zu ſich ſelbſt. Nur richtete d'Artagnan dieſe Frage ganz leiſe
an ſich.
Weniger ſtark in der Diplomatie, als ſein Freund, dachte Porthos ganz laut.


