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Unterwegs machte ſich der Reiſende Bemerkungen, ſtudirte er das ernſte, kalte Land, durch das er zog, während er zugleich den glaubwürdigſten Vorwand da⸗ für ſuchte, daß er nach Belle⸗Isle en Mer ging, um Alles zu ſehen, ohne Verdacht zu erregen.
Auf dieſe Art konnte er ſich überzeugen, wie die Sache immer wichtiger wurde, je mehr er ſich dem Ziele ſeiner Reiſe näherte.
In dieſem abgelegenen Lande, in dem alten Her⸗ zogthum Bretagne, das damals nicht franzöſiſch war, und es noch heute kaum iſt, kannten die Völker den König von Frankreich nicht.
Sie kannten ihn nicht nur nicht, ſondern ſie woll⸗ ten ihn nicht kennen.
Eine Thatſache, eine einzige, ſchwamm ſichtbar für ſie auf dem Strome der Politik oben an. Ihre ehe⸗ maligen Herzoge regierten nicht mehr, aber das war eine Leere. Nichts mehr. An der Stelle des ſouve⸗ rainen Herzogs regierten unumſchränkt die Grundherren
der Gemeinden. Und über dieſen Grundherren Gott, der in der
Bretagne nie vergeſſen worden iſt.
Unter dieſen Lehensherren von Schlöſſern und Kirch⸗ thürmen war der mächtigſte, der reichſte, und beſonders der populärſte Fouquet, der Grundherr von Belle⸗Isle.
Selbſt im Lande, ſelbſt im Angeſicht dieſer geheim⸗ nißvollen Inſel, beſtätigten die Legenden und Ueberlie⸗ ferungen ihre Wunder.
Nicht Jeder kam dahin; die Inſel, welche eine Aus⸗ dehnung von ſechs Meilen in der Länge und ſechs in der Breite hatte, war ein herrſchaftliches Eigenthum, welches, da es von dem im Lande ſo ſehr gefürchteten Niuen Retz beſchützt wurde, das Volk lange reſpectirt
atte.. 8— Kurz, nachdem dieſe Herrſchaft durch Karl IX. zu einem Marquiſat erhoben worden, war Belle⸗Isle an
Herrn Fouquet übergegangen.


