Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

229

ſtolen, für ein Lächeln, worin wenigſtens ebenſo viel Bitterkeit, als Wohlwollen lag? Ich rette ihm das

Leben. „Ich hoffe nun,“ ſuhr der Musketier fort,„dieſes

alberne Herz wird ſchweigen, und dann iſt es völlig quitt mit Herrn Fouquet.

„Der König iſt nun meine Sonne, und da alſo mein Herz mit Herrn Fouquet quitt iſt, ſo nehme ſich Jeder in Acht, dem es einfallen ſollte, ſich vor meine

Sonne zu ſtellen. Vorwärts für Seine Majeſtät Lud⸗

wig XIV., vorwärts!“

Dieſe Betrachtungen waren die einzigen Hinder⸗ niſſe, welche den Gang von d'Artagnan verzögern konn⸗ ten, denn ſobald er damit zu Ende war, beſchleunigte eer den Marſch ſeines Roſſes.

Aber ſo vollkommen auch das Pferd Zephyr ſeitt⸗ mochte, ſo konnte es doch nicht immer gehen.

Am andern Tage nach der Abreiſe von Paris wurde es in Chartres bei einem alten Freund zurückgelaſſen, den ſich d'Artagnan aus einem Gaſtwirth der Stadt gemacht hatte.

Von dieſem Augenblick ritt der Musketier Poſt⸗ pferde. In Folge dieſer Art von Fortbewegung durchzog er raſch den Raum, welcher Chartres von Chateau⸗ briand trennt.

In letzterer Stadt, welche noch weit genug von der Küſte entfernt liegt, daß Niemand errieth, d'Artag⸗ nan begebe ſich nach der See, weit genug von Paris, daß Niemand ahnete, er komme von hierher, verließ der Bote von Seiner Majeſtät Ludwig XIV., den d'Artag⸗ nan ſeine Sonne genannt hatte, ohne zu vermuthen, daß derjenige, welcher noch ein ziemlich armſeliger Stern am Himmel des Königthums war, eines Tags aus die⸗ ſem Geſtirne ſein Emblem machen würde, verließ der Bote von König Ludwig XIN, ſagen r die Poſt und kaufte einen Klepper vom kläglicht usſehen,