Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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Fouquet,„weil die Könige von ihren Unterthanen Ge⸗ ſchenke weder annehmen können, noch dürfen.“

Der König blieb ſtumm zwiſchen dieſen zwei ſo ſehr entgegengeſetzten Anſichten.

„Aber vierzig Millionen!“ ſagte Anna von Oeſter⸗ reich.

„Ich weiß es,“ ſprach Fouquet lachend,„vierzig Millionen ſind eine ſchöne Summe, und eine ſolche Summe koͤnnte ſogar das Gewiſſen eines Königs in Verſuchung führen.“

„Aber, mein Herr,“ entgegnete Anna von Oeſter⸗ reich,„ſtatt den König von der Annahme dieſes Ge⸗ ſchenkes abwendig zu machen, bemerkt lieber Seiner Majeſtät, Ihr, deſſen Amt es iſt, daß dieſe vierzig Mil⸗ lionen ein Vermögen bilden.“

„Gerade, Madame, weil dieſe vierzig Millionen ein Vermögen bilden, ſage ich zum König:„„Sire, es iſt nicht ſchicklich, daß ein König von einem Unterthanen ſechs Pferde von zwanzigtauſend Livres annimmt, es iſt entehrend, daß er ſein Vermögen einem andern Unter⸗ thanen zu verdanken hat, der mehr oder minder ängſt⸗ lich in der Wahl der Materialien war, welche zur Er⸗ bauung dieſes Vermögens beitrugen.““

„Mein Herr, es ſteht Euch nicht an, dem König eine Lection zu geben,“ ſagte Anna von Oeſterreich; „verſchafft ihm eher vierzig Millionen, um die zu er⸗ ſetzen, welche Ihr ihn verlieren macht.“

„Der König wird ſie haben, ſobald er will,“ ſprach der Oberintendant der Finanzen ſich verbeugend.

„Ja, indem Ihr ſie vom Volk herauspreßt,“ ſagte Anna von Oeſterreich. 3

„Ci! Madame,“ entgegnete Fouquet,„iſt das Volk nicht auch gepreßt worden als man es die durch dieſe Urkunde geſchenkten vierzig Millionen ſchwitzen ließ? Uebrigens hat mich Seine Majeſtät um meine Anſicht gefragt und ich habe ſie ausgeſprochen; Seine Majeſtät

Die drei Musketiere. Bragelonne. Il. 4