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wäre daraus entſtanden... doch der König ſchweigt und ich bin folglich verurtheilt.“. 2
Während dieſer Zeit machte Ludwig XIV., um ſich eine Haltung zu geben, das Papier von Mazarin, auf das er noch keinen Blick geworfen hatte, auf und zu.
Endlich verweilte ſein Auge darauf, und ſchon bei der erſten Zeile ſtieß er einen leichten Schrei aus.
„Was gibt es denn, mein Sohn?“ fragte Anna von Oeſterreich, indem ſie ſich raſch dem König näherte.
„Vom Cardinal,“ antwortete der Koöͤnig fortfah⸗ rend..„Ja, ja, das iſt gut von ihm.“
„Geht es ihm denn ſchlimmer?“
„Leſet,“ ſprach der König und gab das Papier ſei⸗ ner Mutter, als dächte er, Anna von Oeſterreich müßte nothwendig leſen, um ſich von einer ſo erſtaunlichen Sache, wie die, welche das Papier enthielt, zu über⸗ zeugen.
Anna von Oeſterreich las ebenfalls. Während ſie las, funkelten ihre Augen von einer immer lebhafteren Freude, welche ſie vergebens zu verbergen ſuchte, und di die Blicke von Fouquet anzog. „ Ja, eine förmliche Schenkung,“ ſagte ſie. „Eine Schenkung?“ wiederholte Fouquet. „Ja,“ ſagte der König, dem Oberintendanten der Finanzen beſonders antwortend,„ja, auf dem Punkte, zu ſterben, macht mir der Herr Cardinal eine Schen⸗ kung mit ſeinem ganzen Vermögen.“ „Vierzig Millionen!“ rief die Königin.„Ah! mein Sohn, das iſt ein ſchöner Zug vom Herrn Car⸗ dinal, der vielen böswilligen Gerüchten widerſprechen
wird; vierzig Millionen, langſam aufgehäuft, fließen ſo mit einem Schlag in Maſſe in den königlichen Schatz; .. das iſt die Handlungsweiſe eines treuen Untertha⸗ nen und eines wahren Chriſten.“
Und nachdem ſie noch einmal ihre Augen auf die
Urkunde geheftet hatte, gab ſie dieſelbe Ludwig XIV.
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