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Wink Seiner Majeſtät, um in die Ställe des Louvre geführt zu werden; und wenn ich mir dieſelben zu pro⸗ biren erlaubt habe, ſo geſchah es nur in der Furcht, ich dürfte dem König etwas anbieten, was nicht gerade ein Wunder wäre.“
Der König wurde ſehr roth.
„Ihr wißt, Herr Fouquet,“ erwiederte die Königin Mutter,„es iſt nicht der Brauch am Hof von Frank⸗ reich, daß ein Unterthan ſeinem König etwas anbietet.“
Ludwig machte eine Bewegung.
„Madame,“ entgegnete Fouquet ſehr bewegt,„ich hoffte, meine Liebe für Seine Majeſtät, mein unabläſ⸗ ſiges Verlangen, ihr zu gefallen, würden dieſem Grund der Etiquette als Gegengewicht dienen. Uebrigens war es nicht ein Geſchenk, was ich anzubieten mir erlaubte, ſondern ein Tribut, den ich entrichten wollte.“
„Ich danke, Herr Fouquet,“ ſagte der König mit höflichem Ton,„ich bin Euch erkenntlich für die Ab⸗ ſicht, denn ich liebe in der That die guten Pferde; aber Ihr wißt, daß ich nicht reich bin; Ihr wißt es beſſer,
als irgend Jemand, Ihr, mein Oberintendant der Fi⸗
nanzen. Ich kann alſo, ſelbſt wenn ich wollte, ein ſo
theures Geſpann nicht kaufen.“ 4
Fouquet ſchleuderte einen Blick voll Stolz der Kö⸗ nigin Mutter zu, welche über die falſche Stellung des Miniſters zu triumyhirgs ſchien und erwiederte:
„Der Lurus iſt die Tugend der Könige, Sire; der Luxus macht ſie Gott ähnlich; durch den Luxus ſind ſie mmehr als die anderen Menſchen. Mit dem Luxus nährt und ehrt ein König ſeine Unterthanen. Unter dem ſanften Luxus der Könige entſteht der Luxus der Pri⸗ watleute, eine Quelle der Reichthümer des Volks. Durch
die Annahme des Geſchenkes von ſechs uneegeehlichen 5 it der
Pferden hätte Seine Majeſtät die Eitelke Züch⸗ ter unſeres Landes, des Limouſin, des Perche, der Nor⸗ mandie, geſtachelt, und ein für Alle nützlicher Wetteifer
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