Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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es gebe nur einen König in Frankreich! ich täuſchte mich, es gibt zwei.“ 3

In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thüre und der Oberintendant der Finanzen, Fouquet, erſchien vor Ludwig XIV. Er war es, der den Lärmen in der Gal⸗ lerie machte; die Lackeien waren es, die den Lärmen in den Vorzimmern machten; die Pferde waren es, die den Lärmen im Hof machten. Dabei hörte man ein anhal⸗ tendes Gemurmel auf ſeinem Wege, das erſt, nachdem er längſt vorübergegangen war, erloſch. Es war dies das Gemurmel, das Ludwig XIV. nicht unter ſeinen Tritten zu hören ſo ſehr bedauerte.

„Das iſt nicht gerade ein König, wie Ihr glaubt,“ ſprach Anna von Oeſterreich zu ihrem Sohn; ves iſt nur ein zu reicher Mann.“

Und indem ſie dies ſagte, gab ein bitteres Gefühl den Worten der Königin ihren gehäſſigſten Ausdruck, während die Stirne von Ludwig, der ruhig und ſeiner Herr blieb, von der leiſeſten Falte frei war.

Er begrüßte alſo Fouquet ganz ungezwungen mit

dem Kopf, indeß er das Papier, das ihm der Huiſſier übergeben, zu entfalten fortfuhr. Fouquet ſah dieſe Bewegung und näherte ſich mit iner zugleich leichten und ehrfurchtsvollen Höflichkeit Anna von Oeſterreich, um dem König volle Freiheit zu laſſen.

Ludwig hatte das Papier geöffnet und las dennoch nicht.

Er horchte auf Fouquet, der ſeiner Mutter be⸗. wunderungswürdig gedrechſelte Complimente über ihre

Hände und ihre Arme machte.“ zelte 8

Das Geſicht von Anna von Oeſterreich entrun ſich und ging beinahe zum Lächeln über.

Fouquet bemerkte, daß der König, ſtatt zu leſen, ihn anſchaute und auf ihn horchte; er machte eine halbe Wendung und befand ſich, während er zugleich, ſo zu