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nenz des ungerechten Geizes beſchuldigen, den dem glänzendſten Geiſt dieſes Jahrhunderts die Pamphletiſten zum Vorwurf gemacht haben.“
„Du haſt Recht, Colbert, Du haſt Recht; begib Dich in meinem Auftrag zum König und überbringe ihm mein Teſtament. Aber wenn er annehmen würde!“
„Dann blieben Eurer Familie dreizehn Millionen, und das iſt eine hübſche Summe.“
„Doch Du wäreſt dann ein Verräther oder ein
Dummkopf.“. „Und ich bin weder das Eine, noch das Andere, Monſeigneur... Ihr ſcheint mir ungemein bange zu
haben, der König könnte die Schenkung annehmen... Ohl fürchtet vielmehr, daß er nicht annimmt.“
„Wenn er nicht annimmt, ſiehſt Du, dann will ich ihm meine dreizehn andere Millionen garantiren, ja, ich werde das thun... ja... Doch der Schmerz kommt; es befällt mich wieder eine Schwäche. Colbert, ich bin ſehr krank, ich bin meinem Ende nahe.“
Colbert bebte.
Der Cardinal war in der That ſehr krank; er ſchwitzte große Tropfen auf ſeinem Schmerzenslager, und dieſe furchtbare Bläſſe eines von Schweiß triefen⸗ den Geſichtes war ein Schauſpiel, das der verhärtetſte Arzt nicht ohne Mitleid ertragen hätte. Colbert war ohne Zweifel ſehr bewegt, denn er verließ das Zimmer, rief Bernouin zu dem Sterbenden und ging in den Corridor.
Mit einem Ausdruck des Nachſinnens, der ſeinen gemeinen Kopf beinahe edel erſcheinen ließ, auf und ab gehend, die Schultern gerundet, den Hals geſpannt,
die Lippen leicht geöffnet, um loſe Fetzen unzuſammen⸗
hängender Gedanken herauszulaſſen, machte er ſich Muth zu einem Schritt, den er verſuchen wollte, während, nur durch eine Mauer von ihm getrennt, ſein Herr
weder mehr an die Schätze der Erde, noch an die Freu⸗


