3²
„Wenn Ihr nicht zurückgebt, ja.“
Mazarin ſtieß einen kläglichen Schrei aus.
„Zurückgeben! aber wem denn, guter Gott?“
„Dem Herrn dieſes Geldes, dem König!“
„Der König hat mir dies Alles geſchenkt!“
„Einen Augenblick Geduld! Der König unterzeich⸗ net die Ordonnanzen nicht!“
Mazarin ging vom Seufzen zum Aechzen über und G ſtammelte:
„Die Abſolution!“
„Unmöglich, Monſeigneur,“ erwiederte der Theati⸗ 9 ner,„gebt zurück, gebt zurück!“
„Aber Ihr abſolvirt mich doch von allen Sünden, warum nicht von dieſer?“
„Weil Euch in dieſer Hinſicht abſolviren eine Sünde e wäre, von der mich der König nie abſolviren würde, Monſeigneur,“ antwortete der Ehrwürdige. 4
Hienach verließ der Beichtvater den Bußfertigen mit einer Miene voll Salbung und ging mit demſelben ho Schritt hinaus, mit dem er eingetreten war. 1
„Ohl mein Gott, mein Gott!“ ſeufzte der Cardinal.
...„Kommt, Colbert; ich bin ſehr krank, mein Freund.“ r de
1 ol
VI. u
Die Schenkung. 6
— 1 8 i Colbert erſchien wieder unter den Vorhängen. 8 „Habt Ihr gehört?“ ſagte Mazarin. 5 3
„Ach! ja, Monſeigneur.“* „Hat er Recht? Iſt all dieſes Geld ſchlecht er worbenes Gut?.


