Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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ſchmettert... Aber Herr von Mazarin beſaß eine ſehr weſis geſtählte Seele oder vielmehr einen ſehr ſtarken eiſt.

Guénaud, ſagte er, ſich erhebend,Ihr werdet mir wohl erlauben, von Eurem Urtheil zu appelliren. Ich will die gelehrteſten Männer Europas verſammeln, ich will ſie um Rath fragen, ich will endlich durch die Wirkung irgend eines Mittels leben.

Monſeigneur glaubt wohl nicht, ich ſei ſo anma⸗ ßend geweſen, ganz allein ein Urtheil über ein ſo koſt⸗ bares Daſein, wie das Eurige, zu fällen; ich habe ſchon alle guten Aerzte Frankreichs und Europas verſam⸗ melt... es waren ihrer zwölf.

Und ſte ſagten?

Sie ſagten, Eure Eminenz ſei von einer unheil⸗ baren Krankheit befallen; ich habe die Conſultation un⸗ terzeichnet in meiner Brieftaſche bei mir. Will Eure 4 Eminenz Kenntniß davon nehmen, ſo wird ſie den Na⸗

men von allen den unheilbaren Uebeln ſehen, die wir

entdeckt haben. Es findet ſich vor Allem... Nein! nein! rief Mazarin, das Papier zurück⸗ 8 ſtoßend.Nein, Guénaud, ich ergebe mich! ich ergebe mich! Hierauf trat ein tiefes Stillſchweigen ein, der Car⸗ dinal ſammelte ſeine Geiſter und Kräfte wieder und ſagte dann:

Es gibt noch etwas Anderes; es gibt die Empy⸗ riker, die Charlatans. In meiner Heimath werfen ſich diejenigen, welche die Aerzte verlaſſen, in die Arme der

Quackſalber, von denen ſie zehnmal getödtet, aber hun⸗ dertmal gerettet werden. 4

3Bemerkt Eure Eminenz nicht, daß ich ſeit einem Monat zehnmal die Arzneimittel verändert habe?

Ja. Nun?

Nun, ich habe fünfzigtauſend Livres ausgegeben, um allen dieſen Burſchen ihre Geheimniſſe abzukaufen:

Die drei Musketiere. Bragelonne, IlI. 2