Teil eines Werkes 
7.-10. Bändchen (1848)
Entstehung
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Sprecht Ihr im Ernſt, Guénaud? Ach! ja, Monſeigneur. Ihr nehmt alſo einen Umweg, um mir anzukün⸗ digen, daß ich ſehr krank bin?

Meiner Treue, ja, Monſeigneur... bei einem Mann von dem Geiſt, von dem Muth Eurer Eminenz müßte man allerdings keinen Umweg nehmen.

Der Cardinal athmete ſo ſchwer, daß der un⸗-

barmherzige Arzt Mitleid bekam.

Es iſt ein Unterſchied zwiſchen den Krankheiten, ſagte Mazarin,und gewiſſen Krankheiten entkommt man.

Ganz richtig, Monſeigneur.

Nicht wahr! rief Mazarin ganz freudig;denn wozu würden am Ende die Kraft, die Macht des Wil⸗ lens nützen?... Wozu würde das Genie nützen, Euer Genie, Guénaud? Wozu nitzen endlich die Wiſſen⸗ ſchaft und die Kunſt, wenn der Kranke, der über dies Alles perfngt, ſich nicht aus der Gefahr zu retten ver⸗ ma

Guénaud wollte den Mund öffnen, doch Mazarin fuhr fort:.

Bedenkt, daß ich der Vertrauensvollſte von Euren Kunden bin; bedenkt, daß ich Euch blindlings gehorche, und daß folglich...

Ich weiß dies Alles, ſagte Guénaud.

Ich werde alſo geneſen?

Monſeigneur, weder Willenskraft, noch Genie, noch Wiſſenſchaft vermögen dem Uebel zu widerſtehen, das Gott ſendet oder auf die Erde ſchleudert mit der Vollmacht, den Menſchen zu zerſtören und zu tödten. Iſt das Uebel tödtlich, ſo tödtet es, und nichts vermag dagegen...

Mein Uebel... iſt. tödtlich? fragte Mazarin.

Ja, Monſeigneur.

Die Eminenz ſank einen Augenblick zuſammen, wie der Unglückliche, den der Sturz einer Säule nieder⸗

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