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Ellenbogen erhoben und dem jungen Bruder des Konigs, der ſich ihm ſodann näherte, ein Zeichen gemacht.
„Monſeigneur,“ ſagte der Cardinal,„ich bitte Euch, laßt alle dieſe Goldthaler fortnehmen.“
Und er bezeichnete den ungeheuren Haufen gelber glänzender Stücke, welche der Graf von Guiche allmä⸗ lig durch eine äußerſt glückliche Hand vor ihm zuſam⸗ mengebracht hatte.
„Mir!“ rief der Herzog von Anjou.
„Ja, Monſeigneur, dieſe fünfzigtauſend Thaler ge⸗
höͤren Euch.“
„Ihr ſchenkt ſte mir?“
„Ich habe für Euch geſpielt, Monſeigneur,“ erwie⸗ derte der Cardinal, der immer ſchwächer wurde, als ob die Anſtrengung, Geld zu verſchenken, alle ſeine phyſi⸗ ſchen und moraliſchen Fähigkeiten erſchöpft hätte.
„Ohl mein Gott,“ murmelte Philipp ganz betäubt vor Freude,„welch ein ſchöner Tag!“
Und er machte ſelbſt den Rechen mit ſeinen Fin⸗ gern, ſchob einen Theil der Summe in ſeine Taſchen und füllte dieſe,.. doch mehr als das Drittel blieb noch auf dem Tiſch.
„Chevalier,“ ſagte Philipp zu ſeinem Günſtling, dem Chevalier von Lorraine,„komm.“
Der Günſtling lief herbei.
„Stecke das Uebrige ein,“ ſprach der junge Prinz.
Dieſe ſeltſame Scene wurde von allen Anweſenden nur wie ein rührendes Familienfeſt aufgenommen. Der Cardinal gab ſich das Anſehen eines Vaters gegen die Soͤhne von Frankreich, und die zwei jungen Prinzen waren unter ſeinem Flügel groß geworden. Niemand maß, wie man es in unſeren Tagen thun würde, dieſe Freigebigkeit des erſten Miniſters dem Hochmuth oder der Unverſchämtheit zu.
Die Höflinge beneideten nur... Der König wandte
den Kopf ab. „Nie habe ich ſo viel Geld gehabt,“ ſagte freudig
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