Teil eines Werkes 
3.-6. Bändchen (1848)
Entstehung
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Chevalier d'Herblay... nein, ich irre mich abermals, der Herr Generalvicar?“

„Ahl gnädiger Herr,“ antwortete Bazin voll Würde, „Monſeigneur iſt in ſeiner Diöceſe.“

„Wie beliebt?“ fragte d'Artagnan.

Bazin wiederholte ſeinen Satz.

„Ah! Aramis hat eine Diöceſe?“

„Ja, gnädiger Herr, warum nicht?“

„Er iſt alſo Biſchof?“

„Woher kommt Ihr denn, daß Ihr das nicht wißt?“ verſetzte Bazin ziemlich unehrerbietig.

„Mein lieber Bazin, wir Heiden, wir Kriegsleute, wir wiſſen wohl, daß ein Mann Oberſter, oder Chef eines Reiterregiments, oder Marſchall von Frankreich iſt, aber ob Einer Biſchof, Erzbiſchof oder Papſt iſt... der Teufel ſoll mich holen, wenn wir das eher erfahren, als bis drei Viertel der Erde ihren Nutzen daraus gezogen haben!“

„St! ſtl“ ſagte Bazin, die Augen aufreißend,„ver⸗ derbt mir dieſe Kinder nicht, denen ich ſo gute Grund⸗ ſätze einpräge.“

Die Kinder hatten ſich wirklich um d'Artagnan ge⸗ ſtellt, um ſein Pferd, ſein großes Schwert, ſeine Sporen

und ſeine martialiſche Miene zu bewundern. Beſonders

aber bewunderten ſie ſeine mächtige Stimme, ſo daß, als er ſeinen Schwur ausſprach, die ganze Schule:„Der Teufel ſoll mich holen!“ rief und dabei durch Gelächter, durch Jauchzen und Stampfen mit den Füßen einen Lärmen machte, bei dem ſich der Musketier ganz behag⸗ lich fühlte, während der alte Pädagog darüber den

Kopf verlor.

„Ruhig, ſtillgeſchwiegen, ungezogene Brut!“ ſagte er...„Ahl. nun, da Ihr gekommen ſeid, Herr d'Ar⸗

tagnan, entſliegen alle meine guten Grundſätze. Mit

Euch. reißt wie gewöhnlich die Unordnung wieder ein... Babel iſt wiedergefunden... Ach! die Wüthenden! ah, guter Gott! welch ein Lärmen!“