Teil eines Werkes 
3.-6. Bändchen (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Will mich der gnädige Herr einen Augenblick an⸗ hören? ſagte Blaiſois, indem er ſachte auf die Zügel des Pferdes drückte.

Ja, wenn Du mir keine Phraſen machſt, oder ſie wenigſtens raſch machſt.

Nun, gnädiger Herr, das Wort Paris ſcheint mir nur ein Köder zu ſein.

Oho! rief d'Artagnan ernſthaft,ein Köder.

Ja, gnädiger Herr, und der Herr Graf geht nicht nach Paris, darauf wollte ich ſchwören.

Warum glaubſt Du das?.

Herr Grimaud weiß immer, wohin unſer Herr geht, und er hatte mir verſprochen, ſobald man nach Paris gehen würde, ein wenig Geld mitzunehmen, das ich meiner Frau zukommen laſſe.

Ah! Du haſt eine Frau?

Ich hatte eine, ſie war aus dieſer Gegend, doch der Herr Graf fand ſie ſchwatzhaft, und ich ſchickte ſie nach Paris; das iſt zuweilen unbequem, in andern Au⸗ genblicken aber ſehr angenehm..

Ich verſtehe; doch vollende: Du glaubſt nicht, daß der Graf nach Paris geht?

Nein, gnädiger Herr, denn dann hätte Herr Gri⸗ mand ſein Wort gebrochen, er wäre meineidig gewor⸗ den, und das iſt unmöglich.

Das iſt unmöglich, wiederholte d'Artagnan ganz träumeriſch, weil er völlig überzeugt war.Ich danke Dir, mein braver Blaiſois.

Blaiſois verbeugte ſich. 8

Hoͤre, Du weißt, daß ich nicht neugierig bin... Ich habe durchaus mit Deinem Herrn zu thun... Kannſt Du nicht... Du, der Du ſo gut ſprichſt, mir durch ein ganz kleines Wörtchen begreiflich machen.. Nur eine Sylbe, das Uebrige werde ich errathen.

Auf mein Wort, gnädiger Herr, ich könnte das 3

nicht... Ich weiß gar nichts vom Zweck der Reiſe des Herrn Grafen...Was das Horchen an den Thüren