—₰½ 2*
82NA
—n
e,
23
„Ah!“ fragte mit einem ganz angenehmen Lächeln Herr d'Artagnan, der ſich auf dem Steigbügel wiegte, um zu Boden zu ſpringen,„wo iſt denn der liebe Graf?“
„Eil gnädiger Herr, Ihr habt wahrhaftig Un⸗ glück,“ ſagte Blaiſois,„und als ein Unglück wird es auch der Herr Graf, unſer Gebieter, betrachten, wenn er erfährt, daß Ihr hier angekommen ſeid! Der Herr Graf iſt durch einen reinen Zufall vor nicht zwei Stun⸗ den weggeritten.“—
D'Artagnan kümmerte ſich nicht um ſo wenig.
„Gut,“ ſagte er,„daß Du immer noch das reinſte Franzöſiſch der Welt ſprichſt; Du wirſt mir Unterricht in der Grammatik und in der ſchönen Sprache geben, wäh⸗ rend ich die Rückkehr Deines Herrn erwarte.“
„Das iſt nicht möglich, gnädiger Herr,“ entgegnete Blaiſois,„Ihr müßtet zu lange warten.“*
„Er wird heute nicht zurückkommen?“
„Weder heute, noch morgen, noch übermorgen. Der Herr Graf hat eine Reiſe angetreten.“
Eine Reiſe!“ ſagte d'Artagnan erſtaunt,„Du er⸗ zähltſt mir da eine Fabel.“
„Gnädiger Herr, es iſt die ſtrengſte Wahrheit. Der Herr Graf erwies mir die Ehre, mir das Haus zu empfehlen, und fügte mit ſeinem würdevollen und ſanften Ton bei:„Du ſagſt, ich reiſe nach Paris.““
„Nun gut!“ rief d'Artagnan,„er reitet alſo gen Paris, das iſt Alles, was ich wiſſen wollte; damit hät⸗ teſt Du anfangen ſollen, Einfaltspinſel⸗.. Er hat zwei Stunden voraus?“
„ Ja, gnädiger Herr.“
„Ich werde ihn bald eingeholt haben. Iſt er allein?“
„Nein, gnädiger Herr.“
„Wer iſt denn bei ihm?“
„Ein Edelmann, den ich nicht kenne, ein Greis und Herr Grimaud.“
„Das Alles wird nicht ſo ſchnell laufen als ich, und ich gehe.“


