. 15 zehren, die man mir in Holland anbietet; dort, glaubt mir, Graf, dort wird Alles bald beendigt ſein, und der Tod wird raſch kommen; er iſt ſo oft von dieſem Leib, den die Seele zernagt, und von dieſer Seele, die zum Himmel aufathmet, herbeigerufen worden.“
„Eure Majeſtät hat eine Mutter, eine Schweſter, Brüder, Eure Majeſtät iſt das Haupt der Familie, ſie muß alſo Gott um ein langes Leben, ſtatt um einen ſchnellen Tod bitten. Eure Majeſtät iſt geächtet, flüchtig, doch ſie hat ihr Recht für ſich, ſie muß nach Kämpfen, nach Gefahren, nach Thätigkeit und nicht nach der Ruhe des Himmels trachten.“
„Graf,“ ſprach Karl II. mit einem Lächeln voll unausſprechlicher Traurigkeit,„hörtet Ihr je ſagen, ein König habe ſein Reich mit einem Diener vom Alter von Parry und mit dreihundert Thalern, die dieſer Diener in ſeiner Börſe trägt, wiedererobert?“
„Nein, Sire, aber ich hörte ſagen, und zwar mehr als einmal, ein entthronter König habe ſein Reich mit einem feſten Willen, mit Beharrlichkeit, mit Freunden und einer gut angewendeten Million Franken wieder gewonnen..
„Ihr habt mich alſo nicht begriffen? Ich habe dieſe Million von meinem Bruder Ludwig verlangt, und ſte iſt mir abgeſchlagen worden.“
„Sire, will mir Eure Majeſtät einige Minuten gewähren und aufmerkſam anhoͤren, was ich ihr zu ſagen habe?“.„
Karl II. ſchaute Athos feſt an und erwiederte:
„Gern, mein Herr.“
„Dann werde ich Eurer Majeſtät den Weg weiſen,“ ſagte der Graf und wandte ſich nach dem Haus.
Und er führte den König in ſein Cabinet, bat ihn zu ſitzen und ſprach:
„Sire, Eure Majeſtät hat mir ſo eben geſagt, bei dem Zuſtand der Dinge in England würde ihr eine Million genügen, um ihr Reich wieder zu erobern.“


