allein, und meine Gefährten und ich haben unter dieſen
Umſtänden nur einfach unſere Pflicht als Edelleute ge⸗
than. Doch Eure Majeſtät wollte mir die Ehre erwei⸗ — ſen, mir zu erzählen...“
V„Es iſt wahr. Ich hatte die Protection... ver⸗ zeiht mein Zögern, doch für einen Stuart, wie Ihr leicht begreifen werdet, Ihr, der Ihr Alles begreift, iſt es hart, das Wort auszuſprechen; ich hatte, ſage ich, die Protection meines Vetters, des Stadhouders von Holland; aber ohne den Dazwiſchentritt oder wenigſtens ohne die Genehmigung von Frankreich will der Stad⸗ houder nicht die Initiative ergreifen. Ich kam alſo, um den König von Frankreich um dieſe Genehmigung zu bitten, die er mir verweigerte.“
„Er hat ſie Euch verweigert, Sire?“
„Ohl nicht er; ich muß meinem Bruder Ludwig jede Gerechtigkeit widerfahren laſſen, nicht er, ſondern
Mazarin.“
Athos biß ſich auf die Lippen.
„Ihr findet vielleicht, ich hätte auf dieſe Weigerung gefaßt ſein müßen,“ ſagte der König, der die Bewegung bemerkt hatte.
„Das war in der That mein Gedanke, Sire,“ er⸗ wiederte ehrfurchtsvoll der Graf;„ich kenne dieſen Ita⸗ liener ſeit langer Zeit.“
„Da beſchloß ich, die Sache bis zum Ende zu trei⸗ 1 ben und ſogleich das letzte Wort meines Verhängniſſes zu erfahren; ich ſagte meinem Bruder Ludwig, um we⸗
der Frankreich, noch Holland zu apromittiren, würde
87 ich das Glück ſelbſt verſuchen, wie ich es ſchon gethan,
3 mit zweihundert Edelleuten, wenn er mir ſie geben, und mit einer Million, wenn er mir ſie leihen wollte.“
„Nun, Sire?“
„Mein Herr, ich fühle in dieſem Augenblick etwas Seltſames, das iſt die Genugthuung der Verzweiflung.
— SEs liegt für gewiſſe Seelen, und ich habe nun bemerkt,
daß die meinige zu dieſer Zahl gehört, eine wirkliche


