der jüngere machte, durch Zeichen des Abſchieds ſo zärtlich, als ob es ſein Vater geweſen wäre. Der junge Mann verſchwand am Ende bei der erſten Biegung der mit ſchönen Bäumen beſetzten Straße, und der Greis ſchickte ſich an, in das Haus zurückzukehren, als die zwei Reiſenden, welche bis vor das Gitter gekommen waren, ſeine Aufmerkſamkeit erregten.
Der König ritt, wie geſagt, den Kopf geſenkt, die Arme träge, im Schritt etnher und überließ ſich beinahe ganz der Laune ſeines Pferdes, während Parry hinter ihm, um von dem warmen Einfluß der Sonne beſſer durchdrungen zu werden, ſeinen Hut abgenommen hatte und ſeine Blicke rechts und links vom Weg umherſchwei⸗ fen ließ. Seine Augen begegneten denen des Greiſes, der am Gitter lehnte und, als ob er von einem ſeltſa⸗ men Schauſpiel berührt worden wäre, einen Schrei ausſtieß und einen Schritt gegen die zwei Reiſenden machte.
Von Parry“ gingen ſeine Augen unmittelbar auf den König über, auf den er ſie einige Secunden lang heftete. Dieſe prüfende Beſchauung, ſo raſch ſie auch war, hatte ſogleich auf eine ſichtbare Weiſe einen Wie⸗ derſchein auf den Zügen des langen Greiſes zur Folge. Denn kaum hatte er den jüngeren von den Reiſenden erkannt, und wir ſagen erkannt, denn nur ein beſtimm⸗ tes, wirkliches Erkennen vermochte einen ſolchen Act zu erklären, kaum, ſagen wir, hatte er den jüngeren von den zwei Reiſenden erkannt, als er zuerſt mit einem ehrfurchtsvollen Erſtaunen die Hände faltete, ſodann ſeinen Hut vom Kopfe nahm und ſich ſo tief verbeugte, daß man hätte glauben ſollen, er wolle niederknieen.
Dieſe Kundgebung, ſo zerſtreut, oder vielmehr ſo ſehr der König auch in ſeine Gedanken verſunken war, erregte ſogleich ſeine Aufmerkſamkeit..
Karl hielt ſein Pferd an, wandte ſich gegen Parry. um und ſagte: 1.


