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anwenden würde, um dieſes arme kleine Weſen, das noch nicht über die Gefahren des Zahnens hinaus war, vor den Gefahren der Welt zu bewahren.
Eines Tags, als Thereſe wieder hergeſtellt war, beſtand der Chevalier darauf, ſie ſolle ihn auf ſei⸗ nem gewöhnlichen Spaziergang, der durch ſo viele Ereigniſſe unterbrochen worden, begleiten.
Die Baronin von Elbene, die einem ſo zärtlichen und ſo zuvorkommenden Vater Nichts abſchlagen lennte, erklärte ſich mit größtem Vergnügen dazu
ereit.
Der Chevalier führte ſie nach der Bank auf dem Courtillehügel, auf welche er ſich früher tagtäglich geſetzt hatte, um die Landſchaft zu betrachten.
Er nahm zuerſt Platz und hieß Thereſe zu ſei⸗ ner Rechten, die Amme zu ſeiner Linken ſitzen; dann nahm er Black zwiſchen ſeine Knie und ſagte:
„Denk Dir nur, Herr Chalier leugnet durchaus, daß Dumesnil unter dieſer ſchwarzen Haut ſteckt... und dennoch iſt er es, der Alles gemacht hat.“
„Nein, mein Vater,“ antwortete die junge Dame lächelnd,„die Zuckerſtücke ſind es, die Sie in Ihrer Taſche gelaſſen hatten.“
Der Chevalier ſchwieg eine Weile und heftete ſein Auge auf die zwei hohen Thürme der Cathe⸗ drale, die ihr ehernes vergoldetés Kreuz bis in die Mitte der Wolken emporſtreckten.
„In der That,“ rief er auf den Himmel zei⸗ gend,„es iſt weit einfacher zu glauben, daß alles Vorgefallene das Werk Deſſen ſei Der da oben thront... Aber jedenfalls haſt Du Nichts dabei geſchadet, mein armer Black.“


