Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Es floß beinahe kein Blut; der Erguß mußte innerlich ſtattfinden.

Der Verwundete war dem Erſticken nahe.

Herr Chalier zog eine Lanzette aus der Taſche und ließ ihm zur Ader. Er hatte auf ſeinen lan⸗ gen Reiſen dieſe bei ſo mancherlei Umſtänden noth⸗ wendige Operation gelernt.

Der Verwundete verſpürte eine Erleichterung und athmete weit beſſer.

Inzwiſchen trat ein röthlicher Schaum auf ſeine Lippen.

Man machte in der Eile eine Tragbahre und brachte ihn ins Schiff.

Während dieſer Zeit näherte ſich Henri, der ſehr blaß war, aber ſeine Bewegung beherrſchte, dem Chevalier.

Herr Chevalier, ſagte er,im Augenblick, wo dieſer Kampf begann, auf welchen mein Bruder aus Rückſicht auf ein beklagenswerthes Vorurtheil nicht verzichten wollte, hat er mich beauftragt, ich möchte Sie, was auch der Ausgang dieſes Duells wäre, bitten ihm gütigſt die Hand Ihrer Tochter, des Fräu⸗ leins Thereſe de la Graverie, zu bewilligen. 3

Bei dieſen Worten ſtürzte ſich der Chevalier in die Arme des jungen Mannes und ſank, ſeiner Auf⸗ regung erliegend, in Ohnmacht.

Als er wieder zur Beſinnung kam, hatten Henri und die Zeugen des Verwundeten ſammt demſelben ſich entfernt. Er war allein mit Herrn Chalier, der ihm in die Hände klopfte, und mit Black, der ſein Geſicht beleckte.