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„Dieſer Entſchluß kommt aus einem großen Her⸗ zen, mein junger Freund, und ich könnte Ihnen meine ganze Hochachtung für Ihren Geſinnungsadel nicht beſſer beweiſen; aber bedenken Sie wohl, ich habe, das wiederhole ich Ihnen, Ihren Bruder ſo ſchwer beleidigt, daß jede Hoffnung auf eine Ver⸗ ſöhnung an Ort und Stelle chimäriſch wäre.“
„Ach, wenn ich frei wäre,“ rief Henri,„ſo ſollte Thereſe glücklich ſein, ſie ſollte wieder zu Ehren ge⸗ bracht werden... obſchon... O es iſt ſchrecklich! ein Bruder! Aber obſchon wir Zwillinge ſind, mein Herr, und trotz der Aehnlichkeit in unſern Zügen herrſcht doch die größte Verſchiedenheit in unſern Characteren: er lebt im Lärm der Bälle und der Cafes, ich lebe in der Einſamkeit. Seit ſeiner Rückkehr nach Paris habe ich ihn nicht zweimal geſehen... Doch ich ſchweife von der Frage ab; ich entſchuldige mich gewiſſer Maßen bei Ihnen wegen des Verbrechens eines Andern. Kurz und gut, wenn Sie Thereſe wieder ſehen, Chevalier— denn ſo unnatürlich ein ſolcher Wunſch ſcheinen mag, ſo hoffe ich doch, daß Sie ſie wieder ſehen werden— ſo ſagen Sie ihr, daß derjenige, der ſie ſo innig geliebt hat und noch liebt, ihren Vater in dieſem entſcheidenden Augenblick nicht habe verlaſſen wollen, ſo ſchwer es auch ſeinem Herzen geworden ſei.“
Der Chevalier reichte dem jungen Mann die Hand, dann ſagte er mit einem Blick auf die Uhr:
„Die Zeit rückt vor, mein lieber Henri. Dieß iſt mein erſter Chrenhandel; ich habe mir kein Recht erworben auf mich warten zu laſſen. Gehen wir alſo.— Komm her, Black!“


