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„Ei, ſo faſſen Sie doch Muth, mein Freund!“ ſagte der Chevalier;„wahrlich, es deucht mich ſehr ſonderbar, daß ich ſo ohne Weiteres andern Leuten Muth empfehle. Gehen Sie nach Hauſe zurück, aber auf eine Ihre Verſprechungen möchte ich noch immer zählen können.“
Henri gab durch ein Zeichen zu verſtehen, daß der Chevalier ſich auf ihn verlaſſen dürfe.
„Wenn ich unterliege, was möglich iſt,“ fuhr der Chevalier mit einem ſanften und traurigen Lächeln fort,„ſo vermache ich Ihnen mein Kind, meine Tochter, meine Thereſe... die Ihrige, Henri! Wachen Sie über das Mädchen, tröſten und ſchützen Sie es! Herr Chalier, deſſen Adreſſe ich Ihnen hiemit gebe, wird Ihnen die Mittel liefern, There⸗ ſens Anſprüche an mein Vermögen zur Geltung zu bringen.“
„Nein, mein Herr, nein!“ rief Henri, indem er ſich aufrichtete und ſeine Rührung bewältigte;„Ge⸗ wiſſen iſt Gewiſſen, und es läßt nicht mit ſich mark⸗
ten. Was von Seiten eines Andern ſchändlich war,
bleibt es auch von Seiten meines Bruders. Ich verlaſſe Sie nicht. Wenn Ihr Gegner nicht Gra⸗ tien wäre, ſo möchte ich gerne Ihren Platz ein⸗ nehmen; denn er hat mich, mich noch weit ſchwe⸗ rer beleidigt, als Sie; aber welche Bande mich auch an ihn knüpfen mögen, ſo werde ich durch meine Anweſenheit meinen ganzen Abſcheu vor ſei⸗ ner fluchwürdigen That zu erkennen geben. Wenn Sie der Rächer ſein ſollen, ſo perſonifizire ich den Gewiſſensbiß. Gehen wir alſo, mein Herr! gehen wir!“ Dumas, Black. II. 16


