Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Was bedeuten dieſe Halbſagereien, Herr Che⸗ valier? fragte Henri;von wem ſprechen Sie denn? ich beſchwöre Sie. Das arme Kind, das ich geliebt habe und das mich noch liebt, ſagen Sie? Ei, ich habe in meinem Leben nur ein einziges Mädchen geliebt, und dieſes Mädchen iſt...

Henri zögerte; der Chevalier vollendete für ihn.

Iſt Thereſe, nicht wahr? fragte er.

Woher wiſſen Sie den Namen Thereſe? woher wiſſen Sie, daß ich Thereſe geliebt habe? fragte der Baron lebhaft.

Weil Thereſe meine Tochter iſt, mein Herr, meine einzige Tochter, mein geliebtes Kind, und weil ihr Verführer, der Menſch der ſeine Aehnlich⸗ keit mit ſeinem Bruder zu einem Verbrechen aus⸗ gebeutet hat... Ihr Bruder iſt.

Gratien!

Er ſelbſt.

Alſo mit meinem Bruder ſchlagen Sie ſich?

Der Chevalier ſchwieg; ſein Schweigen war eine Antwort.

O der Unglückſelige! rief Henri, indem er ſein Geſicht zwiſchen beiden Händen verbarg.

Nach einem Augenblick ſagte er dann:

Aber wie hat er ſich dazu verſtehen können ein Duell mit dem Vater des jungen Mädchens anzunehmen, das er verführt hat?

Er weiß nicht, daß ich Thereſens Vater bin; überdieß habe ich ihn auf eine ſolche Art beleidigt, daß er keine Wahl mehr hatte, ob er ſich ſchlagen wollte oder nicht.

O mein Gott, mein Gott! rief Henri.

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