Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Tochter war, gebührender Maßen als einzige und alleinige Erbin hinterließ.

Seiner Thereſe zu Liebe hatte er ſich friſiren und raſiren laſſen.

Er dachte, welche Freude es für Thereſe ſein würde, wenn er ihr mittheilte, daß ſie ſeine Tochter ſei, denn er war feſt entſchloſſen dieſe Freude kei⸗ neswegs dadurch zu trüben, daß er dem Kind von den Fehltritten der Mutter erzählte.

Nöthigenfalls wollte er ſogar die ſo vieljährige Verlaſſenheit der armen Waiſe auf ſein Gewiſſen nehmen.

Ein Viertel nach ſieben Uhr klopfte es an der Zimmerthüre des Chevalier.

Es war Henri von Elbene.

Herr de la Graverie warf einen flüchtigen Blick auf den jungen Mann und ſah ſeinem heitern Ge⸗ ſichte leicht ab, daß er über die Perſönlichkeit ſeines Gegners ganz und gar nicht unterrichtet war.

Sie ſehen, mein Herr, ſagte Henri mit einer Höflichkeit, die auf eine Meile den Edelmann ver⸗ rieth,Sie ſehen, wie pünktlich und getreu ich mich einfinde, um mein Wort zu löſen..

Eine Art von Gewiſſensbiß ergriff den Chevalier.

War es recht gehandelt, daß er auf ſolche Art Henri als Secundanten gegen Gratien gebrauchte, daß er ſich durch den Bruder am Bruder rächen wollte?

Mit etwas verdüſtertem Geſicht antwortete er daher dem jungen Mann:

Sehen Sie, Herr Henri, ſo herzlich ich Ihnen für Ihre Pünktlichkeit und Ihre gütige Theilnahme

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