wieder warm; aber wenn ſie davon kommt, ſo hat ſie es blos Ihnen zu verdanken.“
„Wirklich!“ rief der Chevalier.
„Bei Gott! Aber Sie dürfen Ihr Werk nicht„ unvollendet laſſen; ich bitte Sie um Verzeihung, daß ich Sie zu einem Gang gebrauchen will, Che⸗ valier.“
„Ohl verfügen Sie über mich.“
„Sie begreifen, daß meine Gegenwart hier nothwendig iſt.“
„Natürlich, ich glaube wohl, daß ich es begreife.“
Der Doctor zog ein Notizenbüchlein aus ſeiner Taſche, ſchrieb mit dem Bleiſtift einige Zeilen auf ein Blatt und riß es heraus.
„Eilen Sie in die Apotheke, Chevalier, und bringen Sie mir dieſe Arznei.“
„Alles was Sie wollen, Doctor, wenn ich ſie nur rette,“ rief der Chevalier, der jetzt den größten Eifer zeigte und ſeine Schiffe verbrannte.
Er brauchte nicht mehr als zehn Minuten zu ſeinem Gang, und als er in den Speicher zurück⸗ kam, fand er bei dem Doctor eine lächelnde Miene, die ihn reichlich für ſeine Mühen belohnte.
„Es geht alſo beſſer?“ rief der Chevalier, in⸗ dem er ſich dem Bett näherte, um die Kranke an⸗ zuſchauen, deren Geſicht wirklich Etwas von ſeiner Leichenfarbe verloren hatte.
„Ja, es geht beſſer, Chevalier, und mit Gottes Hilfe hoffe ich, daß das Mädchen uns in drei Mo⸗ naten mit einem Püppchen beſchenken wird, das Ihnen gleichen ſoll wie ein Ei dem andern.“
„Mirl mir! das Mädchen, ein Kind?“


