Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Band, was beweist daß Sie im Feuer geweſen ſind; rufen Sie Ihre ſchönen Tage als alter Mili⸗ tär zurück und laſſen Sie uns der Cholera zu Leibe gehen, wie Sie ins Feuer gegangen ſind. Aber, ſtammelte der alte Soldat,glau⸗ ben Sie nicht, Doctor, daß wir uns einer nutzlo⸗ ſen Gefahr ausſetzen, und glauben Sie, daß wir einige Ausſicht haben dieſes unglückliche junge Mäd⸗ chen zu retten? In ſeiner Eigenliebe pikirt, ergab ſich der Che⸗ valier darein in der Mehrzahl zu ſprechen. Wenig Ausſicht, das gebe ich ſelbſt zu, ant⸗ wortete der Doctor;die Kranke befindet ſich be⸗ reits in der kalten Periode: die Nägel ſchwärzen, die Augen höhlen ſich, die Extremitäten ſind kalt, ich wollte wetten, daß die Zunge bereits wie Eis iſt. Aber gleichviel, ſie lebt noch, wir müſſen den Tod bekämpfen, Sie wiſſen, ich bin gewohnt nicht vor ihm zurückzuweichen; ich gehöre zur Race der Bulldoggen, Chevalier; ſo lange mir ein Stück zwiſchen den Zähnen bleibt, halte ich feſt; aber wir haben bereits zu viel Zeit verloren... ans Werk! Unter dem Eindruck des Schreckens, welchen das Wort Cholera ihm eingejagt hatte, war der Cheva⸗ lier dem Arzt im Anfang beinahe unnütz; glückli⸗ cher Weiſe hatte der Doctor, der aus einigen Wor⸗ ten des Chevalier zu ſeinem Bedienten auf einen Choleraanfall geſchloſſen, aus ſeiner Apotheke Aether und Nießwurz mitgenommen, die beiden Medica⸗ mente, womit er die Cholera bekämpfte. Der arme Dieudonné ging im Zimmer umher, wie wenn er den Kopf verloren hätte; zuletzt aber vermochten