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dieſem Geſchäfte mit mehr gutem Willen als Ge⸗ ſchicklichkeit nachkam.
Er bemerkte ſelbſt, wie ſchlecht er ſich dabei an⸗ ſtellte, und es war nichts Geringeres als der Schrei ſeines guten Herzens und das Beiſpiel Blacks nö⸗ thig, um ihn zur Nacheiferung zu beſtimmen. Aber er erfüllte ſeine vermeintliche Pflicht nicht,
ohne wie gewöhnlich vor ſich hin zu brummen.
„Dieſer verdammte Hund!“ ſagte er,„er hatte wohl nöthig zu entfliehen; was fehlte ihm denn? Er hatte ſeine gute Koſt, er ſchlief auf einer ſchö⸗ nen, angenehmen, weichen Wolfshaut; wie konnte ihm denn die ſonderbare Idee kommen ſich nach die⸗ ſem ſchrecklichen Neſte da zurückzuſehnen? Ahl ich hatte wohl Recht jede Art von Anhänglichkeit zu verfluchen und zu fliehen. Ohne dieſe Anhänglich⸗ keit, die Du, dummes Thier, Deiner Beſitzerin be⸗ wahrt haſt— und ſo ſprechend betrachtete er Black mit unſäglicher Zärtlichkeit— ohne dieſe Anhäng⸗ lichkeit wären wir jetzt ganz ruhig und ganz glück⸗ lich in unſerem Gärtchen; Du würdeſt auf dem Ra⸗ ſen ſpielen und ich würde meine Roſenſträuche be⸗ ſchneiden, die deſſen ſehr bedürfen... und dieſe hölliſche Kohle, die nicht brennen will! Daß Dich der Has beiß, ſie will nicht brennen. Hätte ich doch
Jemand im Haus finden können, ſo hätte ich dieſes junge Mädchen verpflegen laſſen. Ich hätte dieſen Frohndienſt mit Geld abgekauft; ich hätte von Herzen gern Alles bezahlt was man verlangt hätte. Aufrichtig geſtanden, wäre es nicht aufs Gleiche hinausgekommen?“ „Nein, Chevalier,“ ſagte eine Stimme hinter


