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Dieudonné,„nein, es wäre nicht aufs Gleiche hin⸗ ausgekommen, und Sie werden es ſelbſt einſehen, wenn wir das Glück haben die Kranke zu retten, für die Sie ſich intereſſiren.“
„Ah! Sie ſinds, Doctor!“ ſagte der Chevalier, der bei den erſten Worten des neuen Ankömmlings zuſammengefahren war und beim Anblick des mild⸗ ernſten Geſichtes auf den Arzt geſchloſſen hatte; „ſehen Sie, Ihnen kann ichs wohl geſtehen, ich habe einen Abſcheu vor den Kranken und große Furcht vor den Krankheiten.“
„Ihr Verdienſt und die Befriedigung Ihres Ge⸗ wiſſens werden dadurch nur um ſo größer,“ ant⸗ wortete der Arzt;„übrigens, glauben Sie mirs, ge⸗
wöhnt man ſich an Alles, und Sie würden keine zehn Perſonen wie dieſe hier verpflegt haben, ſo würden
Sie keinen andern Beruf mehr wünſchen. Nun,
wo iſt denn die Kranke?“
„Hier,“ ſagte der Chevalier, auf das Bett zeigend.
Der Doctor trat auf das junge Mädchen zu, aber Black ſtieß, als er den Unbekannten auf ſeine Gebieterin zuſchreiten ſah, ein drohendes Gebell aus.
„Nun, nun, Black, nun, nun, mein Junge!“ ſagte der Chevalier,„was ſoll Das bedeuten?“
Und er brachte durch Liebkoſungen den Hund zum Schweigen.
Der Doctor ergriff die Lampe und ließ ihren fackelnden Schein über das Geſicht der Kranken chweifen.
„Ah, ah!“ ſagte er,„ich dachte mirs wohl; aber ich hielt den Fall nicht für ſo bedenklich.“


