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waren ſchwarz; ein ſtarker Schweiß hatte ihre Haare an ihre Schläfe geklebt; ihre Zähne waren feſt üͤber einander gebiſſen.
Der ganze Leib ſchien bereits erſtarrt durch die Kälte des Todes und regte ſich nicht mehr.
Die einzigen Kennzeichen, daß die Seele den Körper noch nicht verlaſſen hatte, beſtanden im Zittern der bläulichen Wimpern der Sterbenden ſo wie in dem ſchwachen Hauch, der aus ihrem zuſammenge⸗ zogenen Munde kam und bewies, daß ſie noch nicht ganz von ihren Schmerzen erlöst war.
In dieſem halben Leichnam erkannte Herr de la Graverie das junge Mädchen, das er an einem Sonntag im vorigen Herbſt verfolgt, kurz dieſelbe, welcher er Black entwendet hatte.
Er ſprach zu ihr: aber ſie war zu ſchwach, um ihm zu antworten.
Gleichwohl hörte ſie ihn; denn ſie ſchlug ihre Wimpern wieder auf, richtete ihre verſtörten Au⸗ gen gegen ihn und bot ihm die Hand.
Von tiefem Mitleid ergriffen, in welches ſich einige Reue zu miſchen begann, ergriff der Cheva⸗ lier dieſe Hand.
Sie war eiskalt.
„Mein Gott! mein Gott!“ ſagte er, nach ſeiner Gewohnheit laut ſprechend,„ich kann doch dieſes unglückliche Geſchöpf nicht ſterben laſſen, und da ich ohne Hut durch die Stadt gelaufen bin, um Black einzuholen, ſo kann ich ſie wohl in demſelben Zu⸗ ſtand noch einmal durchlaufen, um Herrn Robert zu holen.
Der Chevalier kannte Herrn Robert nicht; aber
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