Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Er ſtand in einer Ecke, den Dachziegeln entlang, ſo daß er von dem ſchwachen Lichtſtrahl, der durch ein ſchmales Fenſterchen in dieſes Gelaß herein⸗ drang, nicht berührt wurde.

Nichts regte, Nichts bewegte ſich in dieſem Speicher. 1

Iſt Jemand hier? fragte der Chevalier.

Niemand antwortete; nur kam Black zum zwei⸗ ten Mal und rieb ſich an ſeinen Beinen.

In dieſem Augenblick bemerkte der Chevalier, daß die Atmoſphäre des Speichers von einem her⸗ ben durchdringenden Geruch geſchwängert war, der ihm ſcharf zur Naſe ſtieg.

Seine Aengſtlichkeit kehrte zurück; er wollte flie⸗ hen und rief Black.

Black ſtieß ein zweites Geheul, noch unheimlicher das erſte, aus und verbarg ſich unter dem

ett.

Der Chevalier konnte ſich nicht entſchließen Black zu verlaſſen.

Er ſuchte Licht. 4

Bei dieſer Gelegenheit ſtieß er mit dem Fuß an eine eiſerne Wärmpfanne und warf ſie um.

Beinahe zu gleicher Zeit geriethen ſeine Finger an einen phosphoriſchen Feuerzeug.

Jetzt hatte er augenblicklich Feuer. Er zündete eine Lampe an, die er auf einem Stuhl bemerkte.

Dann näherte er ſich dem Schragen.

Er ſah eine Frau darauf liegen.

Das Geſicht dieſer Frau oder vielmehr dieſes jungen Mädchens war veilchenblau; ihre Lippen