Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Der Chevalier mußte alſo Black an der Thüre treffen, und in einem engen Gange blokirt mußte dieſer ſich ergeben.

Dieſe Idee gab dem Chevalier neuen Muth.

Er klammerte ſich alſo an die Sproſſen der Lei⸗ ter feſt und verſuchte die Aufſteigung.

Dieß erinnerte ihn an jenen Tag der Verzweif⸗ lung, wo er, ſtatt eine Leiter hinanzuſteigen, mit Hilfe ſeiner Tücher hinabſtieg.

Von dieſem Punkt aus machte ſein Gedanke einen weitern Schritt: er erinnerte ſich an Mathilde, und ſo verhärtet auch ſein Herz in dieſer Beziehung war, ſo ſtieß er doch einen Seufzer aus.

Aber während er ſeußzte, ſtieg er immer weiter.

Als er etwa zwanzig Sproſſen hinangeſtiegen war, gerieth er mit ſeinem halben Leib in eine Fallthuͤre..

Sie ging in ein Dachkämmerchen, wo vollſtän⸗ dige Finſterniß herrſchte.

Es ſchien auf den erſten Blick leer wie das ganze übrige Haus, und dennoch unterlag es keinem Bueljel daß der Lauf des Thieres hier geendet hatte.

In der That hatte der Chevalier kaum den Fußboden betreten, ſo war das Thier auf ihn zu⸗ gekommen und hatte ihn mit einer Zärtlichkeit be⸗ leckt, die er noch nie an ihm bemerkt hatte.

Aber als der Chevalier die Hand nach dem Hund ausgeſtreckt, wie wenn er ihn an ſeine Pflicht erinnern wollte, da hatte Black ſich raſch entfernt und ſich am Fuß eines Schragens niedergelegt, den man unbeſtimmt in der Dunkelheit erkannte.