Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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daß dieſer das Labyrinth von Straßen, worin Black ſich verirrt zu haben ſchien, ſo gut kannte wie ein gewöhnlicher Spießbürger von Chartres, kurz, der Chevalier kam ihm keuchend ganz nahe.

Als er jedoch die Hand ausſtreckte, um ihn bei dem prächtigen Halsband zu faſſen, das er ihm hatte machen laſſen, da that Black einen Seiten⸗ ſprung und warf ſich in den Gang des dritten Hau⸗ ſes zur Linken.

Der Gang war ſchmal, feucht, ſchmutzig und dunkel.

Und gleichwohl nahm der Chevalier keinen An⸗ ſtand ſeinem undankbaren Koſtgänger dahin zu folgen.

Er fragte ſich nicht einmal, was er antworten ſollte, im Fall das Thier ihn vor das junge Mäd⸗ chen führte, dem er es entwendet hatte.

Nachdem der Chevalier einige Zeit in dem fin⸗ ſtern Cloak herumgetappt hatte, kam ſeine Hand endlich an ein Seil.

Dieſes Seil, das ein Geländer vorſtellen ſollte, zeigte eine Treppe an.

Der Chevalier de la Graverie ſuchte die Stu⸗ fen mit dem Fuße, und nachdem er die erſte gefun⸗ den hatte, begann er bei einem ſchwachen Schein, den er über ſeinem Kopfe durch ein ſchlechtes ſtaub⸗ bedecktes Fenſterwerk hindurch erblickte, wo die feh⸗ lenden Scheiben mit beöltem Papier erſetzt waren,

die Treppe hinanzuſteigen.

Er gelangte in den erſten Stock.

Hier waren alle Thüren verſchloſſen.

Der Chevalier horchte.