Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ihm zu danken.

Marianne wollte ihren Herrn unterbrechen, um

Warten Sie! meine Nachſicht iſt an Bedingun⸗ gen geknüpft.

Marianne verneigte ſich zum Zeichen, daß ſie bereit ſei unter den caudiniſchen Päſſen durchzuzie⸗ hen, die ihr Herr für ſie errichten wolle.

Sehen Sie, fuhr der Chevalier feierlich fort, hier iſt ein Hund, den ich gefunden habe; aus Gründen, die ich Ihnen durchaus nicht anzugeben brauche, liegt mir viel daran ihn zu behalten, und überdieß wünſche ich, daß er bei mir glücklich ſei; wenn dieſer Hund in Folge Ihrer Schwätzereien zurückgefordert wird, wenn er in Folge Ihres Haſ⸗ ſes krank wird, oder auch wenn er in Folge einer berechneten Nachläſſigkeit entflieht, ſo gebe ich Ihnen mein Ehrenwort, daß Sie augenblicklich aus mei⸗ nem Hauſe müſſen. Und jetzt, Marianne, können Sie, wenn Sie Luſt haben, zu Ihrem Küraſſier zu⸗ rückkehren; ich bin ſelbſt Soldat geweſen, ſchloß der Chevalier, ſich emporrichtend,und ich habe keine Vorurtheile gegen die Krieger.

Marianne ſchämte ſich dermaßen, daß ſie auf offener That ertappt worden, und in den Worten des Chevalier lag eine ſolche Feſtigkeit und Ent⸗ ſchloſſenheit, daß ſie, ohne eine Silbe zu erwidern, rechtsumkehrt machte und in ihre Küche zurückging.

Der Chevalier ſeinerſeits war hoch erfreut über dieſen Zwiſchenfall, der ihm neben ſeinen andern Berechnungen den ruhigen Beſitz des Wachtelhun⸗

des zu ſichern ſchien.

Er täuſchte ſich nicht,