Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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davon berührt wurde, ſondern fuhr fort wüthend den Schrank anzubellen.

Herr de la Graverie öffnete beide Thüren deſ⸗ ſelben und erblickte zu ſeiner großen Verblüfftheit einen Küraſſier, der, als er in dem Chevalier den Hausherrn erkannte, ehrerbietig an ſeine Mütze griff, was, wie Jedermann weiß, der militäriſche Gruß iſt.

Marianne ſank auf einen Stuhl, wie wenn es ihr möglich wäre in Ohnmacht zu fallen.

Der Chevalier begriff Alles.

Aber ſtatt ſich von einem unbedachten Zorn hin⸗ reißen zu laſſen, ſah er auch ſogleich ein, welchen Nutzen er aus dieſem Ereigniß ziehen konnte.

Er ſtreichelte den Hund zum Danke und gab Marianne einen Wink ihm zu folgen.

Er führte ſie blos bis in die Hausflur.

Hier blieb er ſtehen und hob in ernſtem Tone an:

Marianne, Sie haben bei mir dreihundert Fehnten Lohn; Sie betrügen mich um ſechshun⸗ ert...

Marianne verſuchte es den Chevalier zu unter⸗ brechen; Dieſer aber gebot ihr mit einer Geberde feſter Ueberzeugung Schweigen.

Sie betrügen mich um ſechshundert, fuhr er fort,wobei ich die Augen zudrücke, ſo daß Sie den beſten Platz in der ganzen Stadt haben; überdieß bin ich der einzige Menſch, der Ihren unerträgli⸗ chen Charakter aushalten kann; Sie haben ſo eben ſchmähliche Fortjagung verdient, ich werde Sie nicht fortjagen.

Dumags, Black. II. 2