Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

den ſchlimmen Eingebungen der Noth geſchützt, des verſucheriſchen Dämons, welchen Herr de la Gra⸗ verie als den furchtbarſten aller Dämonen betrachtete.

Mit tauſend Franken, ſagte er, ſei der Verluſt des Wachtelhundes vollkommen erſetzt.

Blieb noch übrig für die Erhaltung des Hundes zu ſorgen.

Zu dieſem Behuf beſchloß der Chevalier ihn nie⸗ mals über ſeine Thürſchwelle zu laſſen.

Er ſolle ſeine Sprünge im Garten machen.

Dieſer hatte ſo hohe Mauern, daß von der Neu⸗ gierde der Nachbarn Nichts zu fürchten war.

Black ſollte im Zimmer ſeines Herrn ſchlafen.

Wenn Letzterer genöthigt wäre ſich auf ein paar Stündchen zu entfernen, ſo ſollte der Hund im Toi⸗ lettencabinet eingeſperrt und daſſelbe durch ein Vor⸗ hängeſchloß mit verborgener Feder geſchloſſen wer⸗ den, um das arme Thier vor dem Groll Marian⸗ nes zu ſchützen, an welche der Chevalier nicht ohne Beſorgniß denken konnte.

Nur die Indiscretion der Letztern konnte die glücklichen Tage trüben, welche der Chevalier de la Graverie ſich in der Geſellſchaft Blacks verſprach.

Aber ſchon am erſten Abend übernahm es der Zufall die rebelliſche Köchin in gänzliche Abhängig⸗ keit von dem Chevalier zu bringen.

Dieſer ging weder vor noch nach ſeinem Diner aus. Er frühſtückte mit ſeinem Freund, er dinirte mit ſeinem Freund.

Dem Programn getreu, das er entworfen hatte, führte er Abends ſeinen Freund im Garten ſpazieren.