Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Der Chevalier ſeinerſeits fühlte ſich im endli⸗ chen Beſitz des Gegenſtandes, wornach es ihn ſeit einem Monat gelüſtet, allzu glücklich, als daß er nicht den Großmüthigen geſpielt hätte.

Ein Gedanke jedoch vergiftete ſeine Wonne: ein Gedanke, der halb Furcht halb Reue war.

Er fürchtete, die junge Eigenthümerin Blacks möchte ihren Hund auskundſchaften und zurückfordern.

Er fragte ſich, was aus ſeinem Ruf eines recht⸗ ſchaffenen Mannes werden ſolle, wenn die Art, wie er ſich des Thieres bemächtigt hatte, in der Stadt verlautete.

Dann kehrten ſeine Ideen von geſtern zurück.

Hatte er wirklich das Recht ſich Blacks zu be⸗ mächtigen? war Blacks Leben wirklich von dem Un⸗ terlieutenant bedroht?

Kurz, er war nicht ohne Gewiſſensbiſſe in Be⸗ zug auf die Folgen, welche der Raub Blacks für das Leben des armen Kindes haben konnte, und vergebens ſagte er zu ſich, daß er weiter Nichts ge⸗ than, als Black einem ſichern Tod entriſſen habe, es gelang ihm nicht ſein Gewiſſen in dieſer Bezie⸗ hung vollkommen zu beruhigen.

Um es zu verſuchen, legte er einen Fünfhun⸗ dertfrankenſchein in ein Billet und adreſſirte das⸗ ſelbe an Mamſell Thereſe bei Mamſell Francotte.

Der Bankſchein war von einigen Zeilen beglei⸗ tet, worin er ſie, ohne irgend einen Grund für ſeine Freigebigkeit mitzutheilen, benachrichtigte, daß ſie duch im nächſten Jahr dieſelbe Summe erhalten werde.

MNiit dieſer Summe war das junge Mädchen vor