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Der Chevalier betrachtete ihn voll Liebe, bis er eingeſchlafen war; dann entkleidete er ſich, legte ſich ebenfalls nieder und entſchlummerte.
Seit drei Wochen hatte ſich der Chevalier kei⸗ nes ſo guten Schlafes erfreut. 1
II.
Wo die bewaffnete Macht die Ruhe im Hauſe wiederherſtellt.
Als der Chevalier am andern Morgen erwachte, hatte er Schmerzen in allen Gliedern; zum erſten Mal ſeit vierundzwanzig Stunden dachte er an die Unvorſichtigkeiten, wozu ſeine Leidenſchaft ihn ver⸗ leitet, und zitterte bei der Betrachtung, daß dieſel⸗ ben ſehr leicht ein Seitenſtechen, einen Gichtanfall oder einen Rheumatismus zur Folge haben könnten.
Er befühlte ſich alſo den Puls, was er ſeit einem Monat verſäumt hatte, und da er ihn ruhig, kräf⸗ tig, regelmäßig und von gemäßigter Schnelligkeit fand, beruhigte er ſich bei dem Gedanken, daß es für alle Arten von Trunkenheit einen Gott gebe.
Da ihm nun ſeine Geſundheit keinen Kummer mehr machte, ſprang er aus ſeinem Bett und be⸗ gann mit ſeinem Hund zu ſpielen, ohne zu bemer⸗ ken, daß kein Feuer im Kamin war.
Gegen neun Uhr trat Marianne wie gewöhnlich ins Zimmer ihres Herrn, nur war ihr Geſicht noch bärbeißiger als gewöhnlich.
Aber die Nacht hatte Rath gebracht.
Die kluge Perſon ſprach nicht mehr von dem Rücktritt, den ſie am Abend geſchworen hatte.


