Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Sie wollen mich jeden Augenblick bei Tag und bei Nacht ſeinen Biſſen ausſetzen? Nein, mein Herr, nein, Das wird nicht geſchehen.

Und mit ihrem Beſen ſich bewaffnend, nahm Marianne die Haltung eines Grenadiers der alten Garde an, der ſeinen Herd vertheidigt.

Sie werden mich dieſen ſchrecklichen Hund fort⸗ jagen laſſen, nicht wahr? ſagte ſie,oder ich ver⸗ laſſe augenblicklich Ihr Haus.

Die Geduld des Chevalier war zu Ende; er

ſtieß ſeine Haushälterin ſo heftig zurück, daß ſie, auf einen ſolchen Angriff nicht gefaßt, das Gleich⸗ gewicht verlor und mit gellem Geſchrei zu Boden ſtürzte. Das Licht war erloſchen, aber der Gang war rei. Der Chevalier ſchritt über Marianne weg, ging durch die Halle und ſtieg mit der Leichtigkeit eines jungen Menſchen die Treppe hinan; dann ſtieß er den Hund in ſein Zimmer, ging hinter ihm hinein, drehte den Schlüſſel zweimal herum und ſchob die Riegel vor. Dieß Alles geſchah mit dem Herzklo⸗ pfen eines entzückten Liebhabers, wenn eine ange⸗ betete Geliebte die Stelle des ſchwarzen Wachtel⸗ hundes vertritt.

Der Chevalier nahm die drei beſten Kiſſen von ſeinen Ruheſitzen, legte ſie neben einander und machte daraus ein Bett für Black, ſo ſchmutzig er auch war.

Black machte keine Schwierigkeiten; er drehte ſich dreimal um ſich ſelbſt und legte ſich dann reifartig nieder.