Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Ihre Kleider ſind voll von Koth?

Ich bin von einem Wagenrad beſpritzt worden.

Von einem Wagenrad beſpritzt! Heilige Jung⸗ frau, welches Leben führen Sie, um in ſolchen Zu⸗ ſtänden und in ſo ungebührlichen Stunden heimzu⸗ kommen?

In dieſem Augenblick ließ Black, der ſich bisher ziemlich ruhig gehalten hatte, aufgeregt durch die gelle und durchdringende Stimme Mariannes, in welcher er überdieß ſeine alte Feindin erkannte, ſeinerſeits ein furchtbares Geheul vernehmen.

Nun, meinetwegen geſchehe was da wolle, ſagte der Chevalier.

Gerechter Himmel! ein Hund! kreiſchte Ma⸗ rianne;und welch ein Hund! eine ſchreckliche ganz ſchwarze Beſtie mit zwei Karfunkelaugen im Kopf! Halten Sie ihn zurück, Herr, halten Sie ihn zu⸗ rück! Sehen Sie nicht, daß er mich freſſen will?

Ei, ſo halten Sie ſich ruhig und laſſen Sie mich vorüber.

Aber es war nicht Mariannes Abſicht auf ſolche Art nachzugeben.

Was ſoll aus uns werden? rief ſie, ihre Weh⸗ klagen fortſetzend und Thränen in ihrer Stimme ſuchend.Mein Gott, aus dem Zuſtand, worin Sie ſich befinden, kann man ſchon ſchließen, was das Haus mit einem ſolchen Gaſt werden wird; glücklicher Weiſe werden Sie ihn hoffentlich an die Kette legen.

An die Kette legen? rief Herr de la Gra⸗ verie voll Entrüſtung.Niemals!

Sie wollen dieſes Thier in Freiheit laſſen?