Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ville gethan hatte, ſo daß er ungeſehen hinüber kam. Sodann vertiefte er ſich in der Stadt, indem er ſeine ſo ſchmerzlich erſehnte Eroberung, mochte ſie nun wollen oder nicht, hinter ſich herſchleppte.

Als Herr de la Graverie vor ſein Haus kam, ſteckte er ſachte den Schlüſſel ins Schloß und ſuchte die Thüre geräuſchlos zu öffnen; aber das roſtige Eiſen knarrte und hatte Mariannes furchtbares Wer da? zum Echo.

Augenblicklich erſchien die Haushälterin im Gang; in der einen Hand hielt ſie ein Licht, mit der an⸗ dern ſuchte ſie die Flamme deſſelben gegen den Wind zu ſchützen, der ſich unter der Thüre verfing.

Wer iſt da?

Ich, zum Teufel! antwortete der Chevalier, indem er ſeine Eroberung hinter ſich zurückdrängte und ſich alle Mühe gab, um ſie zu verheimlichen; nkann ich denn nicht mehr nach Hauſe kommen, ohne Ihrer Spionage ausgeſetzt zu ſein?

Spionage, wiederholte Marianne,Spionage! Wiſſen Sie, Herr Chevalier, daß nur Uebelthäter das Auge ihres Nebenmenſchen fürchten?

Auf einmal bemerkte die Köchin die Unordnung, die in den Kleidern des Chevalier vorherrſchte.

Ach, mein Gott! rief ſie, indem ſie zwei Schritte zurücktrat, wie wenn ſie ein Geſpenſt geſe⸗ ſehen hätte,ach, mein Gott!.

Nun, was denn? machte der Chevalier, in⸗ dem er vorüberzukommen verſuchte.

Sie haben ja keinen Hut.

Was macht Das? Kann ich nicht barhäuptig ſpazieren gehen, wenn es mir gefällt?