Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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das Geräuſch, das der Letztere vernommen hatte, plötzlich auf.

Als ſodann die jungen Leute auf ihrem Rück⸗ weg fünfzig Schritte in der entgegengeſetzten Rich⸗ tung gemacht hatten, hörte Herr de la Graverie deutlich den matten Ton eines weichen Körpers, der auf den Boden geworfen wurde, und glaubte einen Gegenſtand von der Größe eines Eis einige Schritte von ſich mitten auf der Promenade rollen zu ſehen; ſodann erkannte er, daß das unſichtbare Individuum, das aber ſo handgreiflich ſeine Ge⸗ genwart verrathen hatte, ſich haſtig entfernte.

Mamſell Thereſe und Herr Gratien befanden ſich jetzt am Ende der Promenade.

Der Chevalier berechnete, daß er Zeit hatte die ehrliche Abſicht auszuführen, wegen welcher er ge⸗ kommen war.

Er richtete ſich auf und mit einer Geſchwindig⸗ keit, deren er ſich unfähig geglaubt hätte, ſprang er auf die Straße, tappte trotz der ſchweren Uebel⸗ ſtände, die daraus erfolgen konnten, mit ſeinen Händen im Kothe umher und begann ängſtlich das⸗ jenige zu ſuchen, was nach ſeiner Vorausſehung eine Lockſpeiſe war, wodurch das Leckermaul des armen Black in Verſuchung geführt werden ſollte.

Die Verrichtungen des Chevalier waren nicht der verführeriſchſten Art, aber nach zwei oder drei Selbſttäuſchungen, die ſein feiner Takt ihm ſogleich klar machte, fand er den geſuchten Gegenſtand und erkannte, daß es ein Stück Fleiſch war, das höchſt wahrſcheinlich mit Arſenik beſtreut worden.