Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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nes Herzens, blieb jedoch auf ſeinem Platz, obſchon er gänzlich vom Thau befeuchtet war.

Während dieſer Zeit kamen die zwei jungen Leute über die Brücke und gingen zehn Schritte an ihm vorüber.

Ohl es war wirklich das junge Mädchen, das er am Morgen verfolgt; es war wirklich der roth⸗ haarige Offizier, deſſen vertrauliche Mittheilungen er belauſcht hatte.

Black lief hinter ihnen her und zwar mit einer Gravität, welche deutlich anzeigte, daß das ehrliche Thier ſich der ſittlichen Bedeutung ſeiner dermali⸗ gen Verrichtungen volllommen bewußt war.

Der Offizier ſprach, nach ſeinen Geberden zu ſchließen, zwar leiſe, aber mit einer gewiſſen Hef⸗ tigkeit zu ſeiner Begleiterin; das junge Mädchen ſchien ihn aufmerkſam anzuhören; ihre Haltung war traurig und ſchwermüthig.

Von Zeit zu Zeit hob ſich die Silhouette des Wachtelhundes ſchwarz auf dem hellern Kleid ſeiner Gebieterin ab, und er reckte ſeinen Kopf bis zu ihrer Hand empor, um eine Liebkoſung zu begehren.

Auf einmal hörte der Chevalier den Tritt einer Perſon, die über die Brücke kam und mit der größ⸗ ten Behutſamkeit einherſchritt.

Er wandte ſeinen Kopf nach der Seite, woher kam, aber ohne Zweifel ging der neue gebückt hinter der Bruſtwehr, denn r vermochte Nichts zu entdecken.

dieſem Augenblick kamen die zwei Spazier⸗ änger auf die Höhe des Poſtens zurück, wo der hevalier auf Beobachtung lag, und nun hörte