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ſtand dieſer Liebe erwartet und wenn dieſe Liebe ſeine erſte Liebe iſt.
Endlich hörte der Chevalier Tritte im Schatten, riß ſeine Augen weit auf und bemerkte eine weib⸗ liche Geſtalt, die ſich unbeſtimmt und verworren in der Umrahmung der Porte Morard abzeichnete.
Er wollte ihr entgegenſtürzen, als dieſer Geſtalt beim Vorbeigehen unter einer Laterne eine an⸗ dere Geſtalt ſich zugeſellte, die ihre Ankunft zu er⸗ warten ſchien.
Es war zu ſpät; Thereſe war ſo eben erreicht worden.
Von wem?
Von Gratien vermuthlich.
Der Chevalier empfand eine lebhafte Unruhe.
Er mußte ſeine Zuflucht zu den Pfiffen und Kniffen der Waldläufer Americas, zu den Kriegs⸗ liſten eines Natty Lederſtrumpf und des Indianers Coſta nehmen, was Alles nicht zu ſeinen Gewohn⸗ heiten paßte und ſeinem Character nicht zuſagte.
Unglücklicher Weiſe durfte keine Minute mit Ueberlegnng verloren werden, wenn er unbemerkt zu bleiben wünſchte; der Chevalier ſchlich ſich daher raſch auf die Böſchung, welche an den Bach führt, und legte ſich da auf ſeinen Bauch.
Der feuchte und kalte Raſen, der ihr pich diente, erregte ihm Schauder, in j halm lauerte ein Rheumatismus.
Dieß war wohl der Augenblick die wilde rung ſeiner Leidenſchaften zu beklagen.
Der Chevalier beklagte ſie aus dem Grund ſei⸗
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