4
noch mehr am Herzen lag, als die Tugend des jun⸗ gen Mädchens, ihr eine hübſche Geldſumme für den Hund anzubieten.
„Aber wenn ſie jede Trennung von Black⸗ verweigerte,“ murmelte der Chevalier, indem er dahin trippelte.„Ei was!“ fuhr er fort,„ich würde den Preis verdoppeln: ich würde drei, ja vier, ja ſogar fünfhundert Franken dafür bieten, und daß Dich der Has beiß, für fünfhundert Franken gibt eine Griſette, ſollte ich meinen, noch ganz andere Dinge als ihren Hund. Und,“ fügte er entſchloſ⸗ ſen hinzu,„wenn es mir nicht gelingen ſollte, ſo werde ich auf Mittel ſinnen, daß Dich der Has beiß! Ich will mich nicht dem Schmerz ausſetzen meinen armen Dumesnil vergiftet in der Haut meines armen Black an einem Eckſtein ſich wälzen zu ſehen.“
Der Chevalier mußte höchſt aufgeregt ſein, um in ſo kurzer Zeit zweimal hinter einander einen Schwur zu wagen, den er nur bei großen Gelegen⸗ heiten vom Stapel ließ.
Aber als er an die Porte Morard kam, fand er die Promenade gänzlich verlaſſen.
Er durchſtöberte ſie nach allen Richtungen, durch⸗ ſuchte alle Biegungen und Krümmungen, bemerkte aber weder Männlein noch Fräulein; es hatte ſo eben auf der Cathedrale neun Uhr geſchlagen, 8 zu dieſer Stunde begibt ſich ganz Chartres zu
ette. Er begann zu fürchten, daß er ſchlecht gehört, echt begriffen habe; er zählte die Minuten und pfand alle Gemüthsbewegungen, die das Herz nes Verliebten aufrühren, wenn er den Gegen⸗


