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loren haben, wenn nicht zwei Punkte ſeine Blicke unaufhörlich wieder auf ſie gelenkt hätten: die ſchot⸗ tiſchen Bänder ihres Strohhuts und Black, der in der Ferne einen ſchwarzen Punkt bildete.
Am Wilhelmsthor angelangt, ſah Herr de la Graverie gar Nichts mehr von ihr.
Er machte Halt.
Hatte ſie ſich nach dem Faubourg gewendet? war ſie in die Stadt zurückgekehrt? Dieß war die Frage, welche ihn ſchwebend erhielt.
Nach einigen Minuten der Unſchlüſſigkeit, nach⸗ dem er ſich Anfangs dem Faubourg zugeneigt, ent⸗ ſchied ſich Herr de la Graverie für die Stadt und Päürit unter den dichten Gewölben des alten Thores
inein.
Aber ſo bald er drinnen war, begannen ſeine Bedenklichkeiten von Neuem.
Es waren zwei Straßen da, die eine rechts, die andere links, und der arme Chevalier verlor noch viele Zeit mit Berechnungen, welche von beiden das Mädchen wohl eingeſchlagen haben werde; da nun dieſe peinlichen Zweifel ſich alle zehn Minuten wie⸗ derholten, ſo war die Nacht vollſtändig eingebro⸗ chen, als Herr de la Graverie noch immer das Pflaſter der guten Stadt Chartres zertrat, ohne eine Spur von dem Gegenſtand ſeines Sehnens auf⸗ gefunden zu haben.
Der Chevalier war ſo ärgerlich und ſo entmut⸗ higt, daß er ſich nicht entſchließen konnte ind ſein Haus zurückzukehren, wo Marianne ihre Betrach⸗ tungen anſtellen konnte.


